Freilichtmuseum Finsterau
Reservat der Vergangenheit
Tausend Meter über dem Meer, versteckt hinter den Wäldern und Bergen des Nationalparks, dicht an der böhmischen Grenze, hat die Vergangenheit ein Reservat gefunden: das Freilichtmuseum Finsterau.
Aus dem ganzen Bayerischen Wald sind hierher Bauernhäuser, vollständige Höfe,
eine Dorfschmiede und ein Straßenwirtshaus versammelt. Unter freiem Himmel
entfaltet sich ein begehbares Stück vergangener Wirklichkeit. Mit dem Kapplhof
wurde 1980 das Museum eröffnet.
Kein Paradies, keine
Idylle!
Der Alltag der Bauern und Tagwerker im Bayerischen Wald war
mühsam. Muße, Freude und Schönheit waren selten und kurz. Diese Menschen haben
einen blühenden Rosenstock, ein bunt gewebtes Tuch, einen bemalten Schrank mit
ganz anderen Augen gesehen. Damit wir uns diese Augen noch einmal leihen können,
sind im Freilichtmuseum Finsterau alle Dinge in ihren ursprünglichen
Zusammenhang gestellt: das Kleine und das Große, das Neue und das Geflickte,
Grobes und Schönes. Und alles hat sein "Gesicht" behalten, die Spuren der Zeit:
die blank gewetzte Türklinke, die abgetretene Schwelle, die speckige Handhabe am
Pflug, der Flicken auf der Holzhauerjacke.
Schmiede und Wirtshaus gehörten seit dem Mittelalter zu jedem Dorf. An
manchen Tagen klingt wieder der Amboß in der Dorfschmiede, wenn ein alter
Schmied Hufeisen und Nägel schmiedet oder einen neuen Beschlag für einen Wagen
oder Pflug macht. In der "Ehrn", dem alten Straßenwirthaus aus Kirchaitnach,
sitzen nun nicht mehr Bauern und Fuhrleute, sondern die
Museumsbesucher.
Das Freilichtmuseum Finsterau
lebt.
Handwerker führen ihre Kunst vor. Feste und Märkte bringen
Musik und fröhliche Menschen. Gärten, Felder und Wiesen wecken verlorene
Kindheitserinnerungen, Sonderausstellungen bilden und unterhalten. Aus der
"Ehrn" duften Krapfen und Kaffee, einfach und deftige ländliche
Spezialitäten.
Linktipp:
Mehr Information erhalten Sie unter: www.freilichtmuseum.de




